22/08/2023
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Arginin – meine Lieblingsaminosäure
Die Aminosäure, die bei meinen Patienten am häufigsten fehlt, ist das Arginin. Dieser Eiweißbaustein senkt höchst effektiv das Stresshormon Cortisol. Im Umkehrschluss haben viele Menschen einen Argininmangel, die unter Stress leiden bzw. gelitten haben. Und unter zu wenig Stress leiden ja heute die wenigsten Menschen. Dementsprechend weit verbreitet ist der Argininmangel.
Zusätzlich ist Arginin der stärkste natürliche Blutdrucksenker. Für diese Erkenntnis wurde 1998 sogar der Nobelpreis für Medizin verliehen. Leider hat dieser natürliche Stoff einen gewaltigen Haken: Man kann ihn im Gegensatz zu unnatürlichen Blutdrucksenkern wie Beta-Blocker oder Calciumantagonisten nicht patentieren. Daher spielt er in der „seriösen“ Medizin keine Rolle.
Arginin erweitert ebenso wie Magnesium die Blutgefäße, verbessert die Durchblutung und senkt – allerdings nur in der RICHTIGEN Konzentration - effektiv den Blutdruck. Stress und Blutdruck hängen natürlich auch zusammen. Wenn der untere (diastolische) Blutdruck erhöht ist, liegt die Ursache meist im Stress. Hier schlägt man mit Arginin gleich Fliegen mit einer Klappe.
Arginin ist für Erwachsene eine semi-essentielle Aminosäure, für Kinder ist sie dagegen essentiell. Kinder benötigen immer genügend Arginin, um zusammen mit dem Eiweißbaustein Lysin das Wachstumshormon (HGH) zu bilden. Darum messe und gebe ich Kindern mit Wachstumsverzögerungen diese beiden Aminosäuren, um die natürliche Produktion zu erhöhen. Wachstumshormon ist übrigens nicht nur für Kinder wichtig. Bei Erwachsenen bremst das HGH die Alterungsprozesse.