02/08/2026
Kurzkritik: Ein meisterhafter Neuanfang für Spiderman?!?
Nachdem ich mir gestern den sehnlichst erwarteten Blockbuster The Odyssey von Christopher Nolan angeschaut habe, der meine hohen Erwartungen leider überhaupt nicht erfüllen konnte, stand nun das nächste große Highlight auf meinem Zettel. Das neue Marvel-Abenteuer Spider-Man: Brand New Day!
Seit dem grandiosen No Way Home aus dem Jahr 2021 ist es gefühlt schon wieder eine Ewigkeit her. Entsprechend groß war meine Vorfreude, obwohl ich mir im Vorfeld nur einen einzigen Trailer angesehen habe. Ich muss einfach sagen: Neben Tobey Maguire ist Tom Holland für mich die absolute Idealbesetzung als Peter Parker. Ich mochte alle neueren Filme mit ihm durchweg, den einen mehr, den anderen weniger, aber Spaß hatte ich bisher mit jedem Teil.
Wie ihr es von meinen persönlichen Meinungen gewohnt seid, lehne ich mich in dieser Kurzkritik nicht zu weit aus dem Fenster und liefere euch eine garantiert spoilerfreie Review!
Schon nach gefühlt 20 Minuten hatte mich der Film komplett in seinen Bann gezogen. Das liegt gar nicht primär an den wuchtigen Bildern, der spektakulären Action oder dem CGI (das natürlich dazugehört), sondern daran, dass einen die Story auf jeder Ebene total abholt. Regisseur Destin Daniel Cretton (Shang-Chi) schafft das Kunststück, mich über die stolze Laufzeit von 2,5 Stunden ohne eine einzige Sekunde Langeweile bei der Stange zu halten. Hut ab!
Die größte Überraschung sind für mich die leisen, charakterfokussierten Szenen. Die Dialoge zwischen Peter, MJ (Zendaya), Ned (Jacob Batalon) als auch dem Punisher sind toll geschrieben. Und ja, ihr habt richtig gelesen: Auch der Punisher (Frank Castle, klasse gespielt von Jon Bernthal) ist mit von der Partie! Ich war extrem skeptisch, ob man diese düstere Figur in einen FSK-12-Film pressen kann. Was soll ich sagen? Mit gewissen Abstrichen funktioniert es erstaunlich gut. Frank Castle hat als eine Art "harter Sidekick" für Spidey wirklich seine Momente.
Richtig emotional wurde es für mich aber bei der emotionalen Dynamik des Haupttrios: Die Momente zwischen Peter, MJ und Ned haben mich so kalt erwischt, dass ich gleich dreimal feuchte Augen hatte.
Marvel-typisch wird natürlich auch der eine oder andere Cameo-Auftritt eingestreut. Unter anderem lässt es der HULK (Mark Ruffalo) ordentlich krachen! WTF, das hat einfach nur unfassbar viel Laune gemacht! Andere Figuren haben zwar deutlich weniger Screentime (ob man sie alle zwingend gebraucht hätte, sei mal dahingestellt), aber sie stören den Fluss der Geschichte nicht.
Vielleicht teilt nicht jeder meine Meinung, und das ist vollkommen okay. Aber im direkten Vergleich zum Nolan-Film hatte ich hier eine fantastische Zeit und verdammt viel Spaß. Ich hätte locker noch eine Stunde weiterschauen können! Für mich ist es der definitiv beste Spider-Man der neueren Reihe. Er wirkt deutlich reifer, erwachsener, ernster und ein ganzes Stück düsterer, ohne dabei zu verspielt oder krampfhaft lustig zu sein. Genau so darf es weitergehen und wer weiß, vielleicht klopft ja bald schon Venom an die Tür? Ich hätte absolut nichts dagegen!
MEIN FAZIT: Spider-Man Brand New Day liefert emotionales Blockbuster-Kino mit Herz, sensationellen Charakter-Momenten und einer erfrischend erwachsenen Tonalität. Für mich eine glasklare KINO-EMPFEHLUNG! Ich werde mir den Film demnächst definitiv noch einmal mit meinem Sohnemann anschauen. Der war diesmal zwar noch nicht dabei, liebt die Reihe aber genauso wie ich und kennt mittlerweile jeden Teil.
Also: Nicht lange fackeln, ab ins Kino und Ticket sichern ihr werdet es garantiert nicht bereuen!
Wertung: 4 von 5 Sternen ⭐