Zielstellung von ThINKA
In Rahmen der Thüringer Initiative für Integration, Nachhaltigkeit, Kooperation und Aktivierung (ThINKA) wurden durch Konzeptauswahlverfahren kommunale Gebietskörperschaften und Projektträger ausgewählt, um vor Ort einen Beitrag zur sozialen Integration sowie Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit und somit zum Abbau von Armut zu leisten. Das Landesprogramm wird aktuell
an 18 Thüringer Standorten umgesetzt und die Federführung des Programmes liegt beim Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (TMASGFF) - die zentrale Koordination des Programmes übernimmt die ThASG seit 2012. Oberstes Ziel aller ThINKA-Vorhaben ist es wohnort- bzw. sozialraumbezogene Konzeptionen zu entwickeln, um einen aktivierenden Beitrag zur sozialen Integration, zur Herstellung bzw. Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit und somit zum Abbau von Armut der Menschen in den Projektgebieten zu leisten. Dabei sind die Querschnittsziele und Prinzipien ‚Nachhaltige Entwicklung‘, ‚Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung‘ sowie ‚Gleichstellung von Männern und Frauen‘ und die damit verbundenen Herausforderungen an die soziale Infrastruktur in den Wohnquartieren bzw. Sozialräumen zu berücksichtigen. Weitere Ziele sind es, einerseits Einzelfallarbeit in Form von individueller Beratung und Vermittlung von „hilfebedürftigen“ Personen in allen Lebenslagen zu leisten, also sozial zu integrieren und damit die Grundlagen für eine berufliche Integration zu schaffen, andererseits aber auch einen Sozialraumbezug in Form von Stadtteilarbeit bzw. aufsuchender Sozialarbeit herzustellen. INTEGRATION - Ziel ist es, den vom ersten Arbeitsmarkt ausgeschlossen Personenkreis integrativ zu fördern. Soziale Integration ist hier ein erster Schritt zur beruflichen Integration. NACHHALTIGKEIT - Wir leben im Zeitalter der Programme und Projekte. Trotz der begrenzten Laufzeiten entstehen bedarfsorientierte Strukturen, die es gilt, nachhaltig zu sichern. KOOPERATION - Soziale und berufliche Integration betreiben viele Bildungsträger und Beschäftigungsgesellschaften, die nicht immer miteinander kooperieren. Wir setzen durch gezielte Vernetzung auf Kooperation statt Konkurrenz. AKTIVIERUNG - Ziel der Projekte ist es, die Bürger vor Ort zu aktivieren und zu motivieren, um Eigeninitiative sozial wie beruflich zu entwickeln. Es soll eine lokale Kultur der Beteiligung aufgebaut werden.