Gezeigt werden sechs Dokumentar – und Spielfilme über Menschen, die eine
geistige oder körperliche Behinderung haben und sich mit ihren individuellen
Fähigkeiten ihren Weg durchs Leben bahnen. Es sind Menschen, die es
schaffen, ihre Träume zu verwirklichen und sich über Barrieren des
gesellschaftlichen Lebens hinwegsetzen, um „überall dabei“ zu sein. Zum Beispiel zeigt die Dokumentation „Deaf Jam“
(27. September) die gehörlose Israelin Aneta und die hörende Palästinenserin Tahani, wie sie große Emotionen ohne verbale Sprache im Poetry Slam umsetzen und politische Grenzen mit einer
ungewöhnlichen Freundschaft überwinden. Zu Gast an diesem Abend sind die
Oberbürgermeisterin Helma Orosz, sowie die Protagonisten Tahani und Peter
Cook, die uns einen Einblick in die spannende Welt des Deaf Slam aufzeigen
werden. Im Dokumentarfilm „Mensch 2.0“ (1. Oktober 2012) legen der deutsche
Regisseur Alexander Kluge und der Schweizer Regisseur Basil Gelpke ihren
Finger an den Puls der Zeit und beschäftigen sich mit den Themen
Biotechnologie und Computerzeitalter. Was ist der Mensch? Wird aus ihm
zukünftig eine Maschine? Was ist Bewusstsein und was künstliche Intelligenz? Das sind nur einige Fragen, auf die der Film versucht, eine Antwort zu
finden. Im anschließenden Gespräch mit Basil Gelpke wird der Regisseur dem
interessierten Publikum weitere Erkenntnisse und spannende Ausblicke
näherbringen. Der Film „Rachels Weg“ (2. Oktober) erzählt die spannende Geschichte von John und Rachel. Rachel ist die Sexualbegleiterin von John, der an Multipler Sklerose
erkrankt ist. Das anschließende Podiumsgespräch von Lisa Cordula Busse,
Sexualbegleiterin und Matthias Vernaldi, schwerstbehindert und Mitbegründer
von „Sexybilities – Sexualität und Behinderung“ verspricht eine interessante
Diskussionsrunde zu werden. Auf diese und noch drei weitere emotionale und
berührende Filme kann sich das Publikum in der Zeit des Festivals freuen. Zudem wird das Filmfest vollständig barrierefrei aufbereitet. Es stehen
Audiodeskriptionen und Untertitel zur Verfügung sowie rollstuhlgerechte
Zugänge.