21/08/2026
PASS AUF, WAS DU BLÄST
Chrys wechselt an eine neue Schule und findet in ihrem Spind eine alte Maya-Pfeife. Jeder, der das Ding benutzt, ruft den Tod herbei und der ist wie Thanos: unvermeidbar. Doch wie jeder uralte Fluch besitzt auch dieser eine Hintertür. Die Frage ist nur, ob man sie findet, bevor der Tod zum Hausbesuch vorbeikommt.
Whistle geht ca. 100 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegeben. Wir haben hier einen Horrorfilm mit Daphne Keen in der Hauptrolle und es ist schön, sie mal wieder zu sehen. Schade nur, dass man ihr nur einen Gesichtsausdruck zu ließ.
Ansonsten klappert man jedes Klischee ab, das nicht bei drei aufm Baum war. Ein ominöser Gegenstand wird von strunzdummen Halbstarken benutzt. Da der Schwarze nicht mehr grundsätzlich als Erster sterben darf, erwischt es diesmal die scharfe Blondine. Die etwas Klügeren versuchen herauszufinden, was los ist und suchen eine alte Frau auf, die gerade noch lange genug lebt, um Exposition rauszuhauen. Anschließend muss der Tod irgendwie ausgetrickst werden, Final Destination lässt grüßen.
Die Figuren stammen direkt aus dem Teenie-Horror-Baukasten. Teils Mitte 20 alte Darsteller spielen Jugendliche um die 17, es wird gesoffen, es gibt Herzschmerz und erste lesbischen Erfahrungen.
Was funktioniert, sind die Kills. Die sehen wertig aus, haben teils ordentlich Wucht und beim Kunstblut wurde nicht gespart.
Unterm Strich bleibt ein Werk, das kaum etwas bietet, was Horrorfans nicht längst in irgendeiner Form gesehen haben. Fluch, dumme Teenager, Expositions-Oma, verzweifelte Suche nach einem Ausweg und ordentlich Blut. Kann man wegschauen, tut keinem weh, aber überrascht ungefähr so sehr wie die Tatsache, dass man vielleicht nicht alles blasen sollte was einen zwischen die Lippen kommt.
5/10 Punkten. Einen Extrapunkt muss ich für die Post-Credit-Szene vergeben. Ich musste lachen und das war vermutlich die größte Überraschung des ganzen Films.