Lemmiblog

Lemmiblog Ich gehe sehr gern ins Kino, lese sehr gern und zocke :D

PASS AUF, WAS DU BLÄST Chrys wechselt an eine neue Schule und findet in ihrem Spind eine alte Maya-Pfeife. Jeder, der da...
21/08/2026

PASS AUF, WAS DU BLÄST

Chrys wechselt an eine neue Schule und findet in ihrem Spind eine alte Maya-Pfeife. Jeder, der das Ding benutzt, ruft den Tod herbei und der ist wie Thanos: unvermeidbar. Doch wie jeder uralte Fluch besitzt auch dieser eine Hintertür. Die Frage ist nur, ob man sie findet, bevor der Tod zum Hausbesuch vorbeikommt.

Whistle geht ca. 100 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegeben. Wir haben hier einen Horrorfilm mit Daphne Keen in der Hauptrolle und es ist schön, sie mal wieder zu sehen. Schade nur, dass man ihr nur einen Gesichtsausdruck zu ließ.
Ansonsten klappert man jedes Klischee ab, das nicht bei drei aufm Baum war. Ein ominöser Gegenstand wird von strunzdummen Halbstarken benutzt. Da der Schwarze nicht mehr grundsätzlich als Erster sterben darf, erwischt es diesmal die scharfe Blondine. Die etwas Klügeren versuchen herauszufinden, was los ist und suchen eine alte Frau auf, die gerade noch lange genug lebt, um Exposition rauszuhauen. Anschließend muss der Tod irgendwie ausgetrickst werden, Final Destination lässt grüßen.
Die Figuren stammen direkt aus dem Teenie-Horror-Baukasten. Teils Mitte 20 alte Darsteller spielen Jugendliche um die 17, es wird gesoffen, es gibt Herzschmerz und erste lesbischen Erfahrungen.
Was funktioniert, sind die Kills. Die sehen wertig aus, haben teils ordentlich Wucht und beim Kunstblut wurde nicht gespart.
Unterm Strich bleibt ein Werk, das kaum etwas bietet, was Horrorfans nicht längst in irgendeiner Form gesehen haben. Fluch, dumme Teenager, Expositions-Oma, verzweifelte Suche nach einem Ausweg und ordentlich Blut. Kann man wegschauen, tut keinem weh, aber überrascht ungefähr so sehr wie die Tatsache, dass man vielleicht nicht alles blasen sollte was einen zwischen die Lippen kommt.

5/10 Punkten. Einen Extrapunkt muss ich für die Post-Credit-Szene vergeben. Ich musste lachen und das war vermutlich die größte Überraschung des ganzen Films.

SCHATZ, DA STEHT EIN DINO IM GARTEN Es ist 1982 und in einem Moment streitet sich Familie Platt noch, im nächsten ist ma...
20/08/2026

SCHATZ, DA STEHT EIN DINO IM GARTEN

Es ist 1982 und in einem Moment streitet sich Familie Platt noch, im nächsten ist man 200 Millionen Jahre in der Vergangenheit. Nebensächlichkeiten wie „zu seinen Gefühlen stehen“ oder „wir müssen mehr miteinander reden“ werden über Bord geworfen, wenn draußen ein Dino durch den Vorgarten trampelt und überlegt, wer am besten schmeckt.

The End of Oak Street geht ca. 100 Minuten und ist ab 12 Jahren freigegeben. Wir haben hier einen Sci-Fi-Streifen mit Anne Hathaway und Ewan McGregor in den Hauptrollen. Vorstadtfamilie mit Eltern, die nicht mehr miteinander können, sowie Teenagerkindern. Normalerweise würde jetzt darüber geredet werden, wer wen nicht versteht und warum Papa emotional nicht erreichbar ist. Ein traumatisches Erlebnis schweißt allerdings ungemein zusammen.
Der Film beginnt gemächlich und stellt erst einmal alle Figuren vor, damit man später weiß, wer da gerade gefressen wird. Sobald die Dinos auftauchen, zieht die Spannung an und es fließt Blut. Gerade wenn man denkt, die Familie hätte sich an ihre neue Situation gewöhnt und jetzt wirds leichter, haut man einen knackigen Moment raus, der alle unsanft auf den Boden zurückholt.
Trotzdem kommt das Ganze für mich nie über „ganz nett“ hinaus. Die Figuren sind okay. Bei den Dinos bekommen wir ein paar andere Exemplare präsentiert und nicht die üblichen drei Verdächtigen aus dem Jurassic-Park-Katalog.
Was mich störte, waren einige völlig unsinnige Dialoge, Entscheidungen und Momente, sowie das Finale. Das war so gar nicht meins und schafft das Kunststück, unglaubwürdiger zu sein als ein Dino im Vorgarten.
Unterm Strich bleibt ein Werk, das mich nicht langweilte, aber auch nicht erstaunen konnte. Die Dinos funktionieren, einige Ideen sind stabil und es gibt durchaus Spannung. Dialoge und einige Situationen haben mich dagegen regelmäßig mit den Augen rollen lassen.

6/10 Punkten. Wisst ihr noch, wie man den T-Rex in Jurassic Park schon aus der Entfernung bemerkte, weil bei jedem Schritt die Zahnfüllungen gewackelt haben? Tja, hier steht das Vieh plötzlich hinter einem. 200 Millionen Jahre vor unserer Zeit gab es den T-Rex mit Schleich-Skill.

DER BESTE EBERHOFER, BISHER Franz Eberhofer hat alle Hände voll zu tun. Seine Susi will Bürgermeisterin von Niederkalten...
18/08/2026

DER BESTE EBERHOFER, BISHER

Franz Eberhofer hat alle Hände voll zu tun. Seine Susi will Bürgermeisterin von Niederkaltenkirchen werden, sein Sohn benötigt ein Tü-Tü und dann wird auch noch der Steckerlfischkönig ermordet aufgefunden. Unterstützung bekommt Franz zwar vom Birkenberger, aber der lebt inzwischen dermaßen minimalistisch, dass selbst Körperpflege schon unter unnötigen Konsum fällt.

Steckerlfischfiasko geht ca. 95 Minuten und ist ab 12 Jahren freigegeben. Wir haben hier die zehnte Eberhoferkrimi-Verfilmung und für mich die bisher beste. Das liegt vor allem am Humor, der trockener daher kommt als ein fünf Jahre alter Butterkeks und die Situationskomik ist überraschend gut.
Was mir diesmal funktioniert, der eigentliche Krimifall wird nicht wie sonst irgendwo zwischen Leberkäs und Dorfdeppen vergessen. Der Mord bleibt Thema, auch wenn Birkenberger das meiste erledigt, während Eberhofer mit den alltäglichen Katastrophen beschäftigt ist. Dabei spielt man mit den Erwartungen eines klassischen Krimis. Natürlich werden einem sofort mögliche Täter vor die Nase gesetzt, darunter die Flodder-Nackenspoiler-Familie oder die Tochter des Toten und jeder hat irgendwie Dreck am Stecken.
Der Lokalkolorit wird einem dabei mit der Schaufel ins Gesicht gedrückt. Wenn auf tiefstem Bayerisch geflucht wird, verstehe selbst ich zwar nur die Hälfte, aber scheiß drauf, es klingt lustig.
Besonders Birkenbergers neuer minimalistischer Lebensstil liefert einen Spruch nach dem anderen. Er sieht aus, als hätte ihn eine Iltis Familie ausgesetzt, riecht offenbar ähnlich und hält sich dabei für die nächste Evolutionsstufe des Menschen. Zusammen mit Eberhofers maximal stoischer Art funktioniert das hervorragend.
Unterm Strich bleibt für mich eine echte Überraschung, da ich eher wenig für die Eberhoferkrimis übrig hatte. Hier greifen aber Kriminalfall, Figuren, Situationskomik und vor allem die Dialoge so gut wie noch nie.

8/10 Punkten. „So eine Küche ist ein Gebrauchsgegenstand. Wie eine Unterhose. Irgendwann kriegt man's halt nicht mehr richtig sauber."

GLAUB, DER FILM HAT RÜCKEN Horst Schlämmer findet, dass nach Corona alle nur noch mies drauf sind. Also will er einen Ki...
17/08/2026

GLAUB, DER FILM HAT RÜCKEN

Horst Schlämmer findet, dass nach Corona alle nur noch mies drauf sind. Also will er einen Kinofilm drehen und quer durch Deutschland reisen, um herauszufinden, wo das Glück geblieben ist. Dabei verschlägt es ihn von Kurorten nach München, über Berlin bis nach Hamburg und anderen Zwischenstationen.

Horst Schlämmer sucht das Glück geht ca. 90 Minuten und ist ab 6 Jahren freigegeben. Wir haben hier Hape Kerkeling in einer seiner bekanntesten Rollen als Grevenbroicher Journalist und das Ding ist wirklich so, wie ich es erwartet hatte, unlustig, stinklangweilig und zu keinem Zeitpunkt hat man das Gefühl, dass sich daran was ändern könnte.
Die Story besteht hauptsächlich daraus, verschiedene Städte abzuklappern, ohne wirklich etwas zu zeigen und dabei die üblichen Klischees aus der Mottenkiste zu holen. In München serviert man uns Markus Söder, denn Politiker in Filme einzubauen war ja schon immer eine Garantie für zeitlosen Humor. In Berlin gibt's natürlich Drogen und in den Kurorten darf man sich solchen Schwachsinn wie Lach-Yoga antun.
Während der Fahrten bekommen wir kleine Einspieler serviert, in denen Tahnee Schlämmers Lieblingsschauspielerin aus den 80ern gibt und Hape Kerkeling in verschiedene Rollen schlüpft.
Generell ist alles erschreckend belanglos und unkreativ. Egal ob Schlämmer von seiner Kamerafrau erklärt bekommt, dass man mit Frauen so nicht mehr reden darf, oder er im SM-Schuppen feststellt, dass seine Rückenschmerzen verschwunden sind. Man erkennt meistens ziemlich genau, wo der Witz sein soll. Das Problem ist nur: Er liegt dort tot herum.
Einzig ein paar Gastauftritte sorgen für etwas Spaß und reißen einen kurz aus dem komödiantischen Wachkoma.
Unterm Strich bleibt ein Werk, das man bereits während des Schauens wieder vergisst, weil weder etwas Interessantes passiert noch irgendetwas wirklich komisch ist.

3/10 Punkten.Horst Schlämmer war als kurze Kunstfigur mal herrlich bekloppt, Betonung liegt auf war.

STEH ZU DEM, WAS DU BIST Im Jahr 1959 betreiben von der Welt gesuchte Verbrecher in Burma ein grausames Gefangenenlager....
16/08/2026

STEH ZU DEM, WAS DU BIST

Im Jahr 1959 betreiben von der Welt gesuchte Verbrecher in Burma ein grausames Gefangenenlager. Sie zwingen Männer, gegeneinander zu kämpfen und wetten auf den Ausgang. Der Verlierer bekommt keine zweite Chance. Einer der Kämpfer ist Martin, doch er so gut, dass niemand mehr gegen ihn wettet und ein unschlagbarer Champion ist schön fürs Ego, aber beschissen fürs Geschäft.

Savage Dog von 2017 geht ca. 90 Minuten und ist ab 18 Jahren freigegeben. Wir haben hier einen Actionstreifen mit Scott Adkins in der Hauptrolle, was eine gewisse Qualität bei den Kämpfen verspricht. Wenn dann noch Marko Zaror mitmischt, darf man davon ausgehen, dass es im Finale kracht.  Denn diesen beiden bei ihrer Martial-Arts-Kunst zuzusehen ist wie einen guten Cognac zu trinken oder einem Meister an der Geige zuzuhören, es ist einfach etwas Besonderes.
Kämpfe gibts hier reichlich, allerdings sind die meisten belanglos und spannungsarm inszeniert. Gegner kommen, Gegner kassieren, Gegner liegen. Erst die beiden finalen Fights zeigen, wofür man solche Leute engagiert hat.
Abseits davon wird nicht mit Munition oder Kunstblut gespart. Es wird geballert, geschlitzt und Gegner werden im Hunderterpack durchsiebt. Spannend oder einfallsreich ist das selten, aber für einen stumpfen Actionabend reichts.
Die Story erfüllt dabei genau ihren Zweck. Ein Mann verliebt sich, die Bösis nutzen das gegen ihn und irgendwann wird aus der Geschichte ein großer Rachefeldzug.
Unterm Strich bleibt ein Actionstreifen, der zu keinem Zeitpunkt wirklich schlecht ist, einen aber ebenso wenig aus dem Sessel tritt. Die Handlung reicht aus, das Geballer erfüllt seinen Zweck und spätestens wenn Adkins und Zaror loslegen, bekommt man die Qualität geboten, auf die man die gewartet hat.

6/10 Punkten. Savage Dog war übrigens nicht die erste Zusammenarbeit von Scott Adkins und Marko Zaror: Bereits 2010 standen sich die beiden in Undisputed III: Redemption gegenüber. Wer wissen möchte, warum man sich bei Savage Dog auf ihr Aufeinandertreffen freut, braucht eigentlich nur diesen Film anzuschauen.
#1959

HASSE ES, WENN LEUTE BEIM ESSEN REDEN Ein Junge schlägt einem anderen Jungen zwei Zähne raus und die Eltern wollen die S...
13/08/2026

HASSE ES, WENN LEUTE BEIM ESSEN REDEN

Ein Junge schlägt einem anderen Jungen zwei Zähne raus und die Eltern wollen die Sache unter Erwachsenen klären. Klingt vernünftig, für ungefähr fünf Minuten. Denn die Ansichten der beiden Paare sind so spinnefeind, dass aus einer gepflegten Aussprache schnell eine Konfrontation nach der anderen wird. Alkohol, Kotze und ein Blackberry, hier landet alles, bis auf ein Paar, auf dem Tisch.

Der Gott des Gemetzels von 2011 geht ca. 70 Minuten und ist ab 12 Jahren freigegeben. Wir haben hier eine Dramödie von Roman Polanski mit den vier Hauptdarstellern Jodie Foster, Kate Winslet, Christoph Waltz und John C. Reilly und man spürt von Minute eins an, dass die Stimmung so entspannt ist wie bei einer Erbschaftsverhandlung mit der buckligen Verwandtschaft.
Die Eltern von Ethan fühlen sich im Recht, schließlich wurden ihrem Sohn zwei Zähne ausgeschlagen und damit ist er das Opfer. Zacharys Eltern bestreiten den Vorfall zwar nicht, finden aber, dass Ethan durchaus eine Mitschuld trägt.
Jede Figur bedient dabei ein Klischee und ich liebe es. Jodie Foster gibt den moralischen Gutmenschen, ist aber die Erste, die rumschreit. Kate Winslet möchte als gepflegte Dame es allen alles recht machen, bis man ihr Kind angeht. Christoph Waltz hängt permanent am Blackberry, wirkt am besonnensten, ist aber ein arrogantes Ar*****ch, der nur weg will. John C. Reilly spielt den netten und lustigen, bis ihm der Geduldsfaden reißt und er zum unangenehmsten A***h wird.
Das Highlight sind die Seitenwechsel. Erst heißt es Paar gegen Paar, später Männer gegen Frauen, nur um kurz darauf wieder gegeneinander zu schießen. Die Dialoge, die Schauspieler und diese immer weiter eskalierende Stimmung tragen den kompletten Film.
Unterm Strich bleibt ein kleiner, herrlich bissiger und kurzweiliger Film über unterschiedliche Auffassungen von Erziehung, Moral und gesellschaftlichem Anstand.

7/10 Punkten. Man spürt in jeder Minute, dass sich The Invite mit Seth Rogen hier ordentlich Inspiration geholt hat.

RESIDENT EVIL TRIFFT MICKEY 17Die Erde ist dem Untergang geweiht. Deshalb wird das Raumschiff Cassiopeia zum Planeten Ta...
11/08/2026

RESIDENT EVIL TRIFFT MICKEY 17

Die Erde ist dem Untergang geweiht. Deshalb wird das Raumschiff Cassiopeia zum Planeten Tau Ceti f geschickt, um diesen für die Menschheit vorzubereiten, bevor sechs Monate später die Andromeda eintrifft. Blöd nur, dass ein Asteroid die Cassiopeia trifft und dabei ein Alien an Bord gelangt.

Directive 8020 geht ca. 7 Stunden und ist ab 18 Jahren freigegeben. Wir haben hier den neuesten Ableger der Until-Dawn-Macher und wie gewohnt lässt sich die Spielzeit locker verdoppeln oder verdreifachen, wenn man verschiedene Entscheidungen ausprobiert und sehen möchte, wer diesmal kreativ ins Gras beißt. Das Konzept bleibt bekannt: Entscheidungen treffen, Beziehungen beeinflussen und möglichst verhindern, dass am Ende die halbe Mannschaft als Alienfutter an der Wand klebt.
Die Story liefert uns ein Kammerspiel im Weltall. Wir schleichen, versuchen dem Alien aus dem Weg zu gehen und müssen gleichzeitig herausfinden, was es überhaupt ist. Besonders problematisch: Das Vieh kann offenbar andere Personen imitieren. Vertrauen wird ungefähr so empfehlenswert wie Gruppenkuscheln in Resident Evil.
Technisch war ich ziemlich enttäuscht. Until Dawn sah auf der PS4 10x hübscher aus. Auch beim Horror wird die alte Werkzeugkiste einmal komplett ausgeschüttet. Jumpscare hier, Schatten dort und zum 20x Mal huscht irgendetwas im Hintergrund vorbei.
Am meisten gingen mir allerdings die Schleich- und Fluchtpassagen auf den Sack. Langsam durch irgendwelche Gänge kriechen, warten, weiterkriechen, verstecken und wieder warten. Die Quick-Time-Events sind auch erstaunlich einfach.
Unterm Strich bleibt ein Spiel, das zu Beginn durchaus Spaß und Grusel bietet, seine Tricks aber zu schnell verschießt. Die Figuren sind angenehmer, einige Entscheidungen machen Laune und die Grundidee funktioniert. Irgendwann wird das Ganze jedoch dermaßen repetitiv, dass selbst der große Twist am Ende nur noch ein müdes „Ach, guck an“ hervorruft.

6/10 Punkten. Directive 8020 gehört übrigens zur Dark Pictures Anthology und eröffnet deren zweite Season. Nach Geisterschiffen, Hexen, Monstern und Serienkillern geht es jetzt also ins Weltall.

AUFTRAGSKILLER UND IHR GEWISSEN Sam, der Beste der Besten, wird angeheuert, um Mangold, den Besten, zu töten. Der gehört...
10/08/2026

AUFTRAGSKILLER UND IHR GEWISSEN

Sam, der Beste der Besten, wird angeheuert, um Mangold, den Besten, zu töten. Der gehört zwar inzwischen zum alten Eisen, hat aber etwas, wofür es sich zu kämpfen lohnt. Da Sam seinen Auftrag nicht direkt erledigt, wird kurzerhand ein weiterer Killer geschickt und dieser ist natürlich wirklich der Beste der Besten.

Exit Protocol: Killer vs. Killer geht ca. 80 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegeben. Wir haben hier einen Actionstreifen mit Dolph Lundgren und Michael Jai White. Anders als das Titelbild vermuten lässt, sind die beiden nicht die Hauptdarsteller. Den Job übernimmt Scott Martin.
Die Grundidee klingt eigentlich kurzweilig und spaßig. Ein Haufen tougher Kerle, von denen sich jeder für den besten Killer unter Gottes Sonne hält, versucht sich gegenseitig über den Haufen zu schießen.
Ungefähr zwei Drittel der Laufzeit wird allerdings gelabert. Über das Gewissen, vergangene Abenteuer oder darüber, dass man jemanden vor dem Altar in Las Vegas hat stehen lassen. Alles Dinge, die mich bei einem Film namens Killer vs. Killer natürlich brennend interessieren.
Wenigstens die Action könnte das Ganze retten, aber auch da herrscht Ebbe. Statt kreativer Techniken, cleverer Fallen oder ausgefallener Pläne versteckt man sich hinterm Baum und ballert aufeinander.
Die Darsteller wirken, als könnten sie es kaum erwarten, dass endlich Zahltag ist. Der Einzige, der für mich etwas Spaß macht, ist Scott Martin. Vor allem seine ironische Off-Stimme lockert die Stimmung.
Zum Schluss gibt es noch einen vorhersehbaren Twist, der den Kohl dann auch nicht mehr fett macht.
Unterm Strich bleibt ein Werk, das durchaus Potenzial gehabt hätte. Ein paar abgehalfterte Killer, unterschiedliche Fähigkeiten und jeder hält sich für den Größten. Wenn aber selbst Rauch das Budget sprengt und stattdessen CGI angeworfen wird, bekommt man ziemlich schnell eine Vorstellung davon, wie hoch die Ambitionen hier waren.

4/10 Punkten. Dolph Lundgren ist inzwischen so steif, dass er sich nicht einmal mehr hinknien kann, wenn auf ihn geschossen wird.

BRUMMBÄR BESCHÜTZT MÄDCHEN Michael lebt zurückgezogen auf einer abgelegenen Insel und möchte mit der Menschheit ungefähr...
09/08/2026

BRUMMBÄR BESCHÜTZT MÄDCHEN

Michael lebt zurückgezogen auf einer abgelegenen Insel und möchte mit der Menschheit ungefähr so viel zu tun haben wie ein Veganer mit der Fleischtheke. Als das junge Mädchen Maddison, das ihm einmal pro Woche Lebensmittel liefert, in Seenot gerät, rettet er sie. Blöd nur, dass er Medikamente aus der Stadt besorgen muss und dabei dem MI6 auffällt. Denn Michael sollte längst tot sein. Also beschließt man, dies zu korrigieren.

Shelter geht ca. 105 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegeben. Wir haben hier einen Actionstreifen mit Jason Statham in der Hauptrolle und der Mann besitzt ja sein eigenes Genre. Ehemaliger Elitesoldat lebt zurückgezogen irgendwo am A***h der Welt und wird durch äußere Umstände gezwungen, Menschen auseinanderzunehmen. Auch hier läuft es im Grunde genauso ab, dennoch hat mir das Ganze besser gefallen. Vor allem weil man auf übertriebenen Pathos und bedeutungsschwangere Kalendersprüche verzichtet. Die erste Hälfte ist ruhig. Statham steht am Steg, säuft und sagt ungefähr so viel wie ein Grabstein. In der zweiten Hälfte wird das obligatorische Programm gestartet. Fliehen, organisieren, Gegner wegballern und maximal grimmig schauen. Die Action ist zwar weit von einem John Wick entfernt, aber man erkennt immerhin etwas. Maddison funktioniert ebenfalls gut. Sie ist weder das hilflose Balg, noch ein neunmalkluges Wunderkind, das dem ausgebildeten Killer seinen Beruf erklärt.
Im Finale muss Michael Maddisons Zukunft sichern und den Obermuffti kaltstellen. Abspann, Brummbär Happy.
Unterm Strich gehört Shelter zu den besseren Statham-Filmen der letzten Jahre. Das Rad wird hier nicht neu erfunden und gerade die erste Hälfte dürfte zäh werden. Dafür funktioniert die Action, die Beziehung zwischen Michael und Maddison trägt den Film und wenn Statham tatsächlich mal den Mund aufmacht, ist es kurz und treffend.

6,5/10 Punkten. Jason Statham war vor seiner Schauspielkarriere tatsächlich Mitglied des britischen Nationalkaders im Wasserspringen und nahm 1990 für England an den Commonwealth Games teil. Wenn also jemand glaubwürdig ein Mädchen aus dem Wasser retten kann, dann der Brummbär.

STAFFEL 2 MACHT ALLES BESSER Im Hause Parker stehen Veränderungen an. Matt muss sich von Eve verabschieden, da sie mit i...
06/08/2026

STAFFEL 2 MACHT ALLES BESSER

Im Hause Parker stehen Veränderungen an. Matt muss sich von Eve verabschieden, da sie mit ihrer Tanzgruppe nach Südkorea reist. Riley möchte sich endlich ihren Traum vom eigenen Café erfüllen. Gleichzeitig verlieben sich Riley und Gabe in neue Partner. Blöd nur, dass sich Gefühle nicht per Knopfdruck abschalten lassen.

Shifting Gears Staffel 2 hat 13 Episoden mit einer Laufzeit von je ca. 20 Minuten. Tim Allen und Kat Dennings kehren in ihren Rollen zurück und ich muss sagen, die zweite Staffel macht nahezu alles besser.
Der trockene, sarkastische Humor ist noch einmal eine Ecke bissiger geworden. Gerade Tochter Georgia feuert einen Spruch nach dem anderen ab und auch Stitch im Rollstuhl entwickelt sich immer mehr zum Scene-Stealer.
Besonders gelungen ist, dass wirklich jede Figur ihre Daseinsberechtigung bekommt. Egal ob Carter, der versucht eine Freundin zu finden oder die verschiedenen Paare, die entweder zueinanderfinden oder sich voneinander entfernen.
Ein echtes Highlight für Fans von Hör mal, wer da hämmert sind die Gastauftritte der alten Weggefährten. Quasi als kleine Selbsthilfegruppe sorgen sie für einen herrlichen Nostalgietrip.
Etwas genervt hat mich das ständige Hin und Her zwischen Riley und Gabe. Beide finden tolle neue Partner und wirken glücklich. Eigentlich. Natürlich funkt ständig die Chemie zwischen ihnen dazwischen, was für Drama sorgt.
Neben dem Humor schafft es die Staffel immer wieder, kleine Lektionen für Jung und Alt einzubauen. Gerade Tim Allens Figur macht sich zwar über das Älterwerden lustig, muss aber lernen, dass man selbst nach Jahrzehnten noch dazulernen kann.
Unterm Strich bleibt eine zweite Staffel, die bei Humor, Figurenentwicklung und Story noch eine Schippe drauflegt. Shifting Gears entwickelt sich immer mehr zu einer echten Feel-Good-Serie, bei der man sich einfach gerne auf die Couch setzt.

8,5/10 Punkten. Sturmhöhe, vorgelesen von Arnold Schwarzenegger. Allein für dieses Kopfkino hätte sich die Staffel schon gelohnt.

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Manaus, AM

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